Andreas

Ganz schön Krank

Querschnittlähmung

Unter einer Querschnittlähmung (auch Paraplegie, spinales Querschnittsyndrom, Querschnittläsion, Transversalsyndrom) wird eine Kombination von Symptomen verstanden, die bei Unterbrechung der Nervenleitung im Rückenmark auftritt. Die Ursache können Verletzungen des Rückenmarks (z. B. bei Wirbelbrüchen), aber auch Tumore und andere spezielle Erkrankungen (z. B. Multiple Sklerose) sein.
Zu den Symptomen des Querschnittsyndroms gehören unter anderem Lähmungen, Kreislaufstörungen, eine veränderte Muskelspannung oder Veränderungen der Muskeldehnungsreflexe.
Die Wissenschaft und Therapeutik, die sich mit dem Querschnittsyndrom beschäftigt, heißt Paraplegiologie.

 

Augen auf und los geht’s!


Mit 23 Jahren (1996) hatte ich einen schweren Autounfall, der mein komplettes Leben auf den Kopf gestellt hat. Nichts war mehr so wie vorher, außer mein Kopf und mein Kampfgeist. Seit dem Unfall bin ich querschnittgelähmt ab dem 6. Halswirbel.
Um wieder „auf die Beine“ zu kommen, d.h. selbständig im Lebensalltag zu werden bin ich nach Heidelberg und habe dort eine Umschulung zum technischen Zeichner gemacht. Hier wohne ich weitgehend selbständig in einer kleinen eigenen Wohnung. Da ich schon immer ein kontaktfreudiger Mensch war, wurde ich schnell im sozialen Umfeld aufgenommen und auch meine Leidenschaft das Rollstuhl-Rugby hat mir hierbei sehr geholfen. Natürlich wäre alles nicht gegangen ohne die Unterstützung meiner Familie und Freunde, aber ich hab’s geschafft!! Ich bin selbstständig und das war immer mein größtes Ziel! Ich gehe wie jeder andere „Fußgänger“ jeden Tag zur Arbeit, bin im Alltag so gut wie auf niemanden angewiesen. Man kann als Rollifahrer selbstständig sein, wenn man es nur möchte. Auch die kleinen „Schritte“ führen zum Ziel, dabei darf man das Ziel nur nie aus den Augen verlieren. Um mein Ziel zu erlangen, habe ich jeden Tag dafür trainiert und gekämpft. Auch hier gilt: Ohne Fleiß, kein Preis! Klar gibt es immer wieder Rückschläge – aber egal wo ein Wille da ein Weg! Nur nie den Mut verlieren! Durch die
Interaktion mit anderen Rollstuhlfahrern helfen mir auch heute noch neue Wege für mich zu finden.
Natürlich macht das Leben zu zweit viel mehr Spaß. Also Augen auf!
Jeder kann seinen Traumpartner finden, man muss sich nur trauen und nicht alles zu kompliziert sehen. Jeder Mensch hat seine Hoch- und Tiefpunkte -  egal ob „Fußgänger“ oder „Rollifahrer“. Es kommt nicht auf die Beine drauf an, sondern auf den Menschen!!!