H.-P.

Ganz schön Krank

Querschnittlähmung

Unter einer Querschnittlähmung (auch Paraplegie, spinales Querschnittsyndrom, Querschnittläsion, Transversalsyndrom) wird eine Kombination von Symptomen verstanden, die bei Unterbrechung der Nervenleitung im Rückenmark auftritt. Die Ursache können Verletzungen des Rückenmarks (z. B. bei Wirbelbrüchen), aber auch Tumore und andere spezielle Erkrankungen (z. B. Multiple Sklerose) sein.
Zu den Symptomen des Querschnittsyndroms gehören unter anderem Lähmungen, Kreislaufstörungen, eine veränderte Muskelspannung oder Veränderungen der Muskeldehnungsreflexe.
Die Wissenschaft und Therapeutik, die sich mit dem Querschnittsyndrom beschäftigt, heißt Paraplegiologie.

 

Das Leben rollt weiter

Meine Querschnittlähmung ist sensorisch inkomplett, jedoch motorisch komplett. Bei mir beginnt die Lähmung ab dem 12. Brustwirbelknochen. Am 6. Mai 2011 stürzte ich durchs Dach und zog mir Frakturen zu: Felsenbein, Schädelbasis, Schulterblatt, Brustbein, Rippenserien und der 12. Brustwirbel. 
Seither bin ich querschnittgelähmt.
Dazu kam noch eine Thrombose aufgrund Heparin-Unverträglichkeit mit Lungenembolie, die mit einer Lyse glücklicherweise gut endete.

Seitdem sitze ich auf 2, 3 oder 4 Rädern. Mehr oder weniger sicher.

Das Leben rollt weiter, der Alltag hat mich wieder. Mit Haushalt und Familie kommt man nicht zum Grübeln. Jammern hilft auch nicht - wieso auch? Das Leben
stellt Herausforderungen und jeder sollte sich ihnen stellen. Den Kopf in den Sand stecken?

Nein, die Aussicht auf Meer und Wellen ist dafür viel zu schön!