Conny

Ganz schön Krank

Posttraumatische Belastungsstörung, somatoforme Schmerzstörung, depressive Störung, Anpassungsstörung, Agoraphobie mit Panikstörung, Zwangsstörung,
Fibromyalgie, Morbus Renaud, Spondyolose, Bandscheibenvorfälle, Schuppenflechte

Mein Erfahrungsweg begann einschneidenend 1989 nach einem schweren Verkehrsunfall. Die Jahre danach waren gezeichnet von "Ärzteshopping" und Fehldiagnosen, Krankenhausaufenthalten und Rehamaßnahmen bis endlich bei einer Begutachtung durch die Rentenversicherung 2009 das grundlegende Krankheitsbild diagnostiziert wurde und ich rentenfähige Krankenkassenschlüssel erhielt.

Damit hatten meine unendlichen Schmerzen endlich Namen, meine Gedanken eine Herkunft - und ich die Beruhigung, dass ich nicht verrückt bin!
Im Laufe der Jahre gesellten sich noch weitere Diagnosen dazu und beschäftigen meinen Alltag.
Die bisherigen Therapiemaßnahmen waren: Medikamente und Opiate, Psychotherapie, Physiotherapie, Schmerztherapien mit Infusionen, Spritzen und Akupunktur aber auch eine Selbsthilfegruppe und mehrfache Rehamaßnahmen.


Kein Anschluss unter dieser Nummer.

All unsere Plätze sind momentan leider belegt.
Bitte haben sie ein Leben lang Zeit oder probieren sie es später wieder!

Dabei habe ich doch ein paar echte Probleme zu beheben - aber der richtige Handwerker war noch nicht dabei. Was mach ich nun damit? Genau – NICHTS. Papier ist geduldig, das Leben nicht!

Ich werde so gestört sein wie immer, mein Leben meistern und als alleinerziehende Mama meinen Sohn großziehen.
Ich gönne mir meine Freiheiten und Freiräume und ziehe mich zurück, wann ich will.
Ich bin zwar erwerbsunfähig, aber ich habe das Recht dazu, nicht sterbenskrank auszusehen und trostlos durchs Leben zu gehen!

Ich nehme alle Hilfen in Anspruch, die mir zustehen, denn ich habe gelernt: Ohne Hilfe geht es nicht.
Ich erfreue mich am Lachen meines Sohnes, der mich nimmt, wie ich bin - liebenswert, einmalig und einzigartig - eben die beste gestörte, kranke Mama der Welt.

Ganz schön krank, oder?