Elena

Ganz schön Krank

Depression

Die Depression ist eine psychische Störung mit Zuständen psychischer Niedergeschlagenheit als Leitsymptom.
In der Psychiatrie wird die Depression den affektiven Störungen zugeordnet. Im gegenwärtig verwendeten Klassifikationssystem psychischer und anderer Erkrankungen lautet die Krankheitsbezeichnung depressive Episode oder  depressive Störung.

Die Diagnose wird nach Symptomen und Verlauf gestellt. Zur Behandlung depressiver Störungen werden nach Aufklärung über die Ursachen und den Verlauf der Erkrankung Antidepressiva eingesetzt, aber auch reine Psychotherapie ohne Medikation, wie beispielsweisetiefenpsychologische oder verhaltenstherapeutischeVerfahren.

Obgleich im alltäglichen Sprachgebrauch der Begriff depressiv häufig Verwendung findet, handelt es sich bei der Depression im eigentlichen Sinne um eine sehr ernste Erkrankung.


Totentanz

Herr Doktor, Herr Doktor, ich habe so Angst,
in Gedanken reih´ ich mich ein in den Totentanz.
Ich lebe nicht mehr, ich vegetiere nur,
bitte verschreiben Sie mir doch eine Kur.

Ich habe gesungen, getanzt und gelacht,
doch es hat mir längst keine Freude mehr gemacht.
Gelernt und gestrebt, ich hab alles gegeben,
und trotzdem will ich jetzt nicht mehr leben.

Die Dämonen, sie kamen bei Nacht,
und haben mich um den Verstand gebracht.
Sie flüstern, sie heulen, sie gehen nicht fort,
und treiben mich an den düstersten Ort.

Der Doktor nickt ernst und zückt den Stift,
und verschreibt mir schnell ein Gegengift.
Ein Hoch auf die moderne Pharmazie,
sie bekämpft nun die innere Agonie.

Herr Doktor, Herr Doktor, ich hab´ die Pillen genommen
Die Dämonen sind trotzdem immer wieder gekommen.
Sie kommen noch immer jede Nacht,
wäre ich mutiger, ich hätte längst Schluss gemacht.

Ich lächelte nur schwach und hab da gesessen,
so haben sie all´ meine Träume gefressen,
Herr Doktor, Herr Doktor, ich würde so gerne noch bleiben,
doch statt Hilfe anzubieten, können Sie nur Pillen verschreiben. 

Ich ahne die Sonne, doch sie scheint nicht für mich,
ich sehe die Vögel, ihren Gesang hör´ ich nicht.
Mein Lachen klingt falsch in meinem Ohr,
wie eine Fremde im eigenen Körper komm´ ich mir vor.

Eine Fremde im Körper, eine Fremde in der Welt,
während meine eigene in tausend Stücke zerfällt.
Ich thron´ auf Ruinen meiner Wünsche und Ziele,
ich hatte mal welche, ich glaub sogar viele.