Manfred

Ganz schön Krank

Diagnosen gem. Gutachten des Max-Planck-Institutes für Psychiatrie, München, vom 19.06.2009

Schwere depressive Episoden
Panikstörung
Narzisstische Persönlichkeitsstörung


Depression
Die Depression ist eine psychische Störung mit Zuständen psychischer Niedergeschlagenheit als Leitsymptom.
In der Psychiatrie wird die Depression den affektiven Störungen zu-geordnet. Im gegenwärtig verwendeten Klassifikationssystem psychi-scher und anderer Erkrankungen lautet die Krankheitsbezeichnung depressive Episode oder depressive Störung.


Die Diagnose wird nach Symptomen und Verlauf gestellt. Zur Behand-lung depressiver Störungen werden nach Aufklärung über die Ursachen und den Verlauf der Erkrankung Antidepressiva eingesetzt, aber auch reine Psychotherapie ohne Medikation, wie beispielsweise tie-fenpsychologische oder verhaltenstherapeutische Verfahren.
Obgleich im alltäglichen Sprachgebrauch der Begriff depressiv häufig Verwendung findet, handelt es sich bei der Depression im eigentlichen Sinne um eine sehr ernste Erkrankung.
Die Depression ist charakterisiert durch Stimmungseinengung (Verlust der Fähigkeit zu Freude oder Trauer; Verlust der affektiven Resonanz, d. h. der Patient ist durch Zuspruch nicht aufhellbar) oder bei einer schweren Depression dem „Gefühl der Gefühllosigkeit“ bzw. dem Gefühl anhaltender innerer Leere. Schwer depressiv Erkrankte empfinden oft eine völlige Sinnlosigkeit ihres Lebens. Häufig führt dieser qualvolle Zustand zu latenter oder akuter Suizidalität. Man geht davon aus, dass rund die Hälfte der Menschen, die einen Suizid begehen, an einer Depression gelitten haben. Bei der Depression handelt es sich daher um eine sehr ernste Erkrankung, die umfassender Therapie bedarf.
Weitere Symptome können sein:
Antriebshemmung, mit oder ohne Unruhe, Denkhemmung, übertrie-bene Sorge um die Zukunft, unter Umständen übertriebene Beunru-higung durch Bagatellstörungen im Bereich des eigenen Körpers (siehe Hypochondrie), das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Minderwertigkeit, Gefühl der Hilflosigkeit oder tatsächliche Hilflosigkeit, sowie soziale Selbstisolation, Selbstentwertung und übersteigerte Schuldgefühle, dazu Müdigkeit, verringerte Konzentrations- und Entschei-dungsfähigkeit, das Denken ist verlangsamt (Denkhemmung), sinnloses Gedankenkreisen (Grübelzwang), dazu Störungen des Zeitempfindens. Häufig bestehen Reizbarkeit und Ängstlichkeit.

Negative Gedanken und Eindrücke werden über- und positive Aspekte nicht adäquat bewertet. Das Gefühlsleben ist eingeengt, was zum Verlust des Interesses an der Umwelt führen kann. Der Schlaf kann gestört und/oder nicht erholsam sein und das morgendliche Aufstehen Probleme bereiten (Morgentief, Tagesschwankungen).

Diese Schlafstörungen sind Ausdruck eines ge-störten 24-Stunden-Rhythmus. Häufig geht es dem Kranken in den frühen Morgenstunden so schlecht, dass er nicht mehr weiter schlafen kann. Liegt diese Form des gestörten chronobiologischen Rhythmus vor, fühlt sich der Patient am späten Nachmittag und Abend jeweils besser, bis dann einige Stunden nach Mitternacht die depressive Symptomatik in voller Stärke wieder einsetzt.
Bei einer seltenen Krankheitsvariante verhält es sich umgekehrt:

Es tritt ein sogenanntes „Abendtief“ auf, d. h. die Symptome verstärken sich gegen Abend und das Einschlafen ist erschwert oder erst gegen Morgen möglich.


Bei einer schweren depressiven Episode kann der Erkrankte in seinem Antrieb so gehemmt sein, dass er auch einfachste Tätigkeiten wie Körperpflege, Einkaufen oder Abwaschen nicht mehr verrichten kann.
Depressive Erkrankungen gehen mit körperlichen Symptomen einher, sogenannten Vitalstörungen, wie Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme („Kummerspeck“), häufig auch mit Schmerzen in ganz unterschiedlichen Körperregionen, am ty-pischsten mit einem quälenden Druckgefühl auf der Brust.

Klassifikation nach ICD-10

 F32.2

   Schwere depressive Episode

(Der Patient bedarf ständiger Betreuung. Eine Klinik-Behandlung wird notwendig, wenn das nicht gewährleistet ist).

 

Narzissmus – das innere Gefängnis

Als Narzissten bezeichnet die Psychologie Menschen, deren Selbst-wertgefühl empfindlich gestört ist, was in schier unstillbarem Hunger nach Anerkennung zum Ausdruck kommt.
Von einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung ist immer dann die Rede, wenn das Bedürfnis nach Liebe, Bewunderung und Anerkennung auf krankhafte Weise übersteigert ist.
Menschen, die von dieser Störung betroffen sind, haben in ihrer frühen Entwicklung zu wenig wirkliche Liebe erfahren. Sie versuchen dieses Defizit auf unterschiedliche Weise auszugleichen, ohne Erlösung von ihrem Drama zu erfahren. Sie kompensieren das Fehlen der vorbehaltlosen Liebe in ihrer frühen Kindheit, indem sie entweder eine Pseudoautonomie errichten, einen Schutzpanzer, der heftige Gefühle abwehrt und ihre übergroße Verletzlichkeit nicht preisgibt. Oder aber sie verzichten völlig auf Autonomie und opfern ihre Bedürfnisse im Tausch gegen Zuneigung. Die einen sind also unfähig sich einzufühlen, die anderen tun es im Übermaß.
(aus „Narzissmus – das innere Gefängnis“ von Heinz-Peter Röhr)


Panikstörung

Die Panikstörung gehört zur Gruppe der Angststörungen. Die Betrof-fenen leiden unter plötzlichen Angstanfällen, ohne dass objektiv ge-sehen eine reale Gefahr besteht. Diese Panikattacken stellen eine extreme körperliche Angstreaktion („Bereitstellungreaktion“) aus scheinbar heiterem Himmel dar, die die Betroffenen als extreme Bedrohung ihrer Gesundheit erleben.
Das Auftreten vereinzelter Panikattacken im Leben stellt an sich noch keine Erkrankung dar. Erst wenn mehrere Panikattacken im Monat auftreten und sich vermehrt eine „Angst vor der Angst“ – die sogenannte Erwartungsangst – entwickelt, diese über einen längeren Zeitraum anhält (mindestens 1 Monat) und zu Beeinträchtigungen im täglichen Leben führt, spricht man gemäß den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO, ICD-10) von einer Panikstörung.
Die Angst davor, plötzlich eine Panikattacke zu erleben in einer Situation, der man nicht schnell entfliehen kann oder wo keine Hilfe verfügbar ist, führt häufig dazu, dass Betroffene beginnen, enge Räume, Menschenansammlungen oder weite Reisen zu vermeiden.
Körperliche Reaktionen bei der Panikstörung sind unter anderem Atemnot, Engegefühle in der Brust, Herzrasen oder -stolpern, gelegentlich auch Herzschmerzen, Zittern, Schweißausbrüche, Taubheitsgefühle oder Kribbeln, Übelkeit und andere Beschwerden.
Psychische Symptome der Panikstörung sind Schwindelgefühle, Derealisation und Depersonalisation, Angst vor Kontrollverlust, verrückt zu werden oder „auszuflippen“ und die Angst zu sterben.
Allgemeine Symptome sind Hitzegefühle oder Kälteschauer mit Gän-sehaut.


„Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“

„Ich kann dir den Weg weisen, gehen musst du ihn selbst.“

Manfred hat sein Leben den Pferden gewidmet - Vielleicht auch eine Art der Selbsthilfe und Selbsttherapie. Manfred ist vor allem in der Region Niederbayern als "Pferdeflüsterer" bekannt, über mehrere Jahre hinweg hat er eine eigene Methode entwickelt mit Pferden gewaltfrei, effektiv und verständlich zu kommunizieren. Zuletzt war er vorwiegend in Bayern und Österreich unterwegs, um Pferdebesitzern mit "Problempferden" zu helfen. Sein Aufgabengebiet erstreckt sich von Verladeproblemen über Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu Aggressivität und Angst, immer mit dem Schwerpunkt der friedlichen Kommunikation zwischen Pferd und Mensch.

Das nötige Feingefühl für diese Arbeit liegt auch in der Biografie des Pferdeflüsterers. 2007 musste er seinen Beruf als Polizist aufgeben und in den Vorruhestand treten. Intensiv befasste er sich über Jahre hinweg mit Abhandlungen und wissenschaftlichen Texten aus der Human-Psychologie und der vergleichenden Verhaltensforschung insbesondere bei Pferden. Sein Augenmerk galt dabei verstärkt dem Wesen von Mensch und Pferd. So entstand sein Programm, der "Sprachkurs: Pferd-Mensch". CAVALLO, die auflagenstärkste Pferdezeitschrift im deutschsprachigen Raum, hat uns beim Fotoshooting für GSK begleitet und in der März-Ausgabe 2013 über Manfred berichtet. Hier geht es zu Manfred's Homepage »