Natalie

Ganz schön Krank

Morbus Crohn

Morbus Crohn gehört zur Gruppe der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Die Entzündungen können im gesamten Magen-Darm-Trakt von der Mundhöhle bis zum After auftreten. Die Krankheit ist nach dem US-amerikanischen Magen- und Darmspezialisten Burill B. Crohn benannt. Die Entzündungen können im gesamten Magen-Darm-Trakt von der Mundhöhle bis zum After auftreten. Bevorzugt befallen sind der untere Dünndarm und der Dickdarm seltener die Speiseröhre und der Mund.

Typische Symptome des Morbus Crohn sind Bauchschmerzen und Durchfall. Bei bis zu 50 Prozent der Morbus-Crohn-Patienten treten zudem anderweitig Symptome auf: Gelenkschmerzen, Hautveränderungen und Augenentzündungen sind sehr häufig.

Depressionen

Die Depression ist eine psychische Störung mit Zuständen psychischer Niedergeschlagenheit als Leitsymptom.
In der Psychiatrie wird die Depression den affektiven Störungen zu-geordnet. Im gegenwärtig verwendeten Klassifikationssystem psychischer und anderer Erkrankungen lautet die Krankheitsbezeichnung depressive Episode oder depressive Störung.Die Diagnose wird nach Symptomen und Verlauf gestellt. Zur Behand-lung depressiver Störungen werden nach Aufklärung über die Ursachen und den Verlauf der Erkrankung Antidepressiva eingesetzt, aber auch reine Psychotherapie ohne Medikation, wie beispielsweise tie-fenpsychologische oder verhaltenstherapeutische Verfahren. Negative Gedanken und Eindrücke werden über- und positive Aspekte nicht adäquat bewertet. Das Gefühlsleben ist eingeengt, was zum Verlust des Interesses an der Umwelt führen kann. Der Schlaf kann gestört und/oder nicht erholsam sein und das morgendliche Aufstehen Probleme bereiten (Morgentief, Tagesschwankungen). Bei einer schweren depressiven Episode kann der Erkrankte in seinem Antrieb so gehemmt sein, dass er auch einfachste Tätigkeiten wie Körperpflege, Einkaufen oder Abwaschen nicht mehr verrichten kann.

Auf dem richtigen Weg.

"Man sieht dir ja gar nichts an!"
Ein Satz, den ich schon so oft gehört habe...
Klar, von außen sehen ich gesund aus - Kein Wunder, wenn ich immer wieder Cortison in hohen Mengen einnehmen muss: Mein Gesicht wirkt voll und rosig und mein ganzer Körper dank Wassereinlagerungen noch fülliger. Dass so etwas aber auch drücken und schmerzhaft sein kann - das glaubt fast keiner.
Oft stößt man auf Unverständnis und ein "nicht wahrhaben Wollen" bei den Mitmenschen. Viele glauben einem nicht, dass man wirklich oft über dreißig Mal am Tag auf die Toilette muss. Dass man Bauchkrämpfe hat, sodass man nicht mehr aufrecht stehen kann. Man sieht ja von außen hin "gut" aus.

Ich habe lange gebraucht zu akzeptieren, dass manche Menschen es einfach nicht verstehen wollen und es oft auch nicht verstehen können.
Aber auch Morbus Crohn so zu akzeptieren und mit ihm andere Begleiterkrankungen, die hinzu kamen - Dafür brauchte ich 8 Jahre und letztendlich ein paar traumatisierende Erlebnisse.

Erst ein Darmdurchbruch und dessen schweren Folgen rüttelten mich wach und zeigten mir: So kann es nicht weitergehen!
Also habe ich mein Leben auf den Kopf gestellt: 
Ich habe meine Ernährung komplett verändert und treibe, wenn es mein Zustand zulässt, wieder Sport.
Ich versuche, andere so zu akzeptieren, wie sie sind und wie sie mit mir umgehen - Ich grüble nicht mehr weiter - Denn nicht jeder kann micht mögen und nicht jeder muss mich mögen.
Ich sage öfters "Nein" zu anderen und auch zu mir - Nein, ich kann dir nicht helfen, ich brauch selbst Erholung. Nein, du machst dir den Stress jetzt nicht auch noch.
Ich baue mehr Ruhephasen für meinen Körper im Alltag ein und gönne mich mal was Gutes, wie eine Fußpflege, ein Bad oder ein gutes Buch.
Da in an Depressionen leide, habe ich mich dazu aufgerafft in Behandlung zu gehen, sodass ich jetzt alle zwei Woche zu einer Psychologin gehe.

 

Anfangs war es nicht einfach sein Leben so umzukrempeln. Ich stieß auf viel Missverständnis und Sätze wie: "Du hast dich so verändert." Solche Sätze höre ich heute noch. Aber sie zeigen mir: Ich bin auf dem richtigen Weg. 
Hätte ich mich nicht geändert, wäre ich mit Sicherheit nicht mehr hier...
Dank der Hilfe, Unterstützung und Liebe meines Mannes, meiner Familie und meiner Freunde, fühle ich mich angenommen, so wie ich bin. Hier darf ich auch einmal schwach sein - und werde aufgefangen. Aber auch wieder wachgerüttelt. Sie helfen mir alle, meinen Weg beizubehalten. Und falls ich doch mal wieder schlechte Tage habe oder in alte Schemen zurückfalle, sehe ich mir einfach meine 20 cm lange Narbe am Bauch an und weiß: "Nee, Natalie, sowas machst du nicht noch mal durch - Du hast es bis hier her geschafft und du schaffst es auch weiterhin, dein Leben so zu leben, wie du willst!"

Mein neuestes Motto ist derzeit: "Wenn dir das Schicksal Steine in den Weg legt, dann heb sie auf und baue dir daraus dein Schloss." Denn aus allen Dingen kann man etwas Positives filtern, und wenn es noch so klein ist - Das Leben ist zu kurz um nicht das Beste draus zu machen - Trotz Krankheit.