Vroni

Ganz schön Krank

Hashimoto

Die Immunhypothyreose vom Hashimoto-Typ ist eine Autoimmunerkrankung. Sie führt zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse und zählt zu den häufigsten Autoimmunerkrankungen. Das Immunsystem zerstört das Schilddrüsengewebe durch T-Lymphozyten.  Ebenso bildet der Körper Antikörper gegen schilddrüsenspezifische Antigene. Die Krankheit ist bisher nicht heilbar, kann aber mit täglicher Einnahme von Thyroxin gut behandelt werden.
Hashimoto kann in Schüben verlaufen, das heißt, dass sich die Symptomatik phasenweise verschlimmert. Häufige Symptome sind unter anderem Antriebslosigkeit, Ödeme (Schwellungen im Gesicht, Händen oder Füßen), ständiges frieren, Haarausfall, Gewichtszunahme, Müdigkeit oder Kreislaufprobleme mit Schwindel.

Roboter

Funktionieren soll man – tagtäglich gleich.
Leisten soll man – tagtäglich gleich.
Schaffen soll man – tagtäglich gleich.
Schnell soll man sein – immer schneller.
Rentabel soll es sein – mehr und mehr.
Krank? – geht nicht, entlassen.
Irren ist menschlich? – niemals.
Perfekt, vollkommen, fehlerfrei, einsatzbereit zu jeder Zeit, frei von Gefühlen, frei von Individualität, frei von Menschlichkeit.
So soll man sein? Nein!
Denn wir sind (keine) Roboter in der Gesellschaft.

 

Gluecksklee.

Seit fast 10 Jahren lebe ich mit Hashimoto.  Anfangs  konnte ich mit der Diagnose nicht viel anfangen, habe jeden Morgen die Tabletten geschluckt und mich nicht weiter dafür interessiert – ich war noch zu jung um das Ganze wirklich realisieren zu können.  Erst in den letzten zwei Jahren habe ich begonnen mich mit meiner Krankheit auseinanderzusetzen, Dinge zu hinterfragen und Hashimoto besser  kennenzulernen.  Es ist nicht immer leicht zu akzeptieren, dass man „anders“ ist.  Aber es gibt auch Tage an denen ich froh bin nicht so zu sein wie all die anderen.  An so einem Tag habe ich mich dazu entschlossen  bei „Ganz schön krank“ mitzumachen. 

Ich  möchte nicht als „Fake“ durchs Leben gehen.  
Mich nicht-  wie so viele-  hinter einer Fassade verstecken müssen. 
Diese Natürlichkeit zu bewahren ist nicht immer leicht – fühlt man sich doch umso verletzlicher, je echter man sich gibt. 
Doch eins kann uns niemand nehmen: eine Familie, die hinter einem steht und immer unterstützt, beste Freunde, die immer für einen da sind und unser wahres Ich kennen und schätzen, eine bessere Hälfte, die uns mit allen Stärken und Schwächen akzeptiert und liebt – in guten wie in schlechten Zeiten - und Vierbeiner, die uns zum Lachen bringen und zeigen wie schön Natürlichkeit sein kann.